Erfahrungskurven-Analyse
Dies ist eine ganz besondere Kosten-Analyse, die in der Industrie teilweise unbekannt ist.
Es geht um den Erfahrungskurveneffekt, der den Kostenrückgang durch die Erfahrungen/Lerneffekte, Kostendegression, Effizienzsteigerung und andere Effekte aufzeigt.
Der „Erfahrungskurven-Effekt“ nach B. D. Henderson, Boston Consulting Group (BCG) besagt, dass die Stückkosten eines Produktes bei einer
Verdoppelung der kumulierten Ausbringungsmenge zu einem Kostenrückgang
von 20 bis 30 % führen.
Bei
- überwiegend mechanischen Produkten liegen wir bei 20% und
- bei elektronischen Produkten bei bis zu 30% Kostenrückgang
mit jeder Verdoppelung der kumulierten Ausbringungsmenge.
Dies klingt im ersten Augenblick unglaublich, bestätigt sich aber bei genauerer Betrachtung.
Für diesen Effekt gibt es zwei Hauptursachen:
Der dynamische Effekt durch:
- den Lerneffekt, Übungsgewinn aufgrund wiederholender Arbeitstätigkeit,
- Effizienzsteigerung durch fortschreitende qualitative
Verfahrenstechniken/Produktqualität (Design to Cost,
Standardisierung, Kanban etc.) und
- Effizienzsteigerung durch Automatisierung und Rationalisierung
(Produktivitätssteigerung, technischer Fortschritt etc).
Der statische Effekt:
Hierbei sind Fixkostendegression, Betriebsgrößendegression
(Skaleneffekte, Verbundeffekte) und von der Ausstoßmenge
abhängige Übergänge zu kostengünstigeren Produktionstechnologien
(zum Beispiel von Werkstatt- zu Fließfertigung) zu betrachten.
Der dynamische Effekt verursacht, im Gegensatz zum statischen Effekt, keine automatische Senkung der Kosten.
Es bedarf zum Teil der bewussten Anstrengung, um die ostensenkungspotenziale auch zu realisieren, die auch mit Geld- und Zeitbedarf zusammenhängen.
Wenn die Erfahrungskurven-Analyse ein Kostensenkungs-Potential aufzeigt, gibt es noch keine deutlichen Hinweise wo und wie diese Potentiale „gehoben“ werden. Dazu sind weitere Analysen erforderlich, wie z.B. GK-Analysen, Kostentreiber-Analysen, Funktions- und Funktionskosten-Analysen u.v.m.
Ein weiterer Vorteil dieser Kurve liegt darin, dass wir außer unserem Produkt, auch die theoretische Kostenposition der vergleichbaren Produkte der Konkurrenten, sofern wir deren kumulierte Stückzahlen kennen, aufzeigen können.
Dies zeigt der Geschäftsführung dann einen möglichen Handlungsbedarf auf.
Darüber hinaus können damit auch die Kostenziele für die Produktentwicklung verifiziert werden.
In unseren Kostensenkungs-Projekten setzen wir seit 30 Jahren diese Analyse bei Bedarf immer wieder ein, um mit geringen Aufwand Kostensenkungspotentiale zu ermitteln.
Die Erfahrungskurven-Analyse ist ein Instrument für das strategische Controlling im Unternehmen, um der Geschäftsführung den Handlungsbedarf aufzuzeigen.
In unserem Design to Cost-Methoden-Seminar stellen wir diese Methode detailliert vor.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Informationen zu unserem Design to Cost-Methoden-Seminar
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Erfahrungskurven-Analyse
Die Erfahrungskurven-Analyse zeigt uns die Kostensenkungspotentiale im Unternehmen und
unsere Kostenposition gegenüber den Konkurrenten auf



