Design to Cost - wie geht das?

Design to Cost (DTC) ist ein „Methoden-Baukasten“ für systematisches und methodischen Vorgehen, um z.B. die Kosten für ein neu zu entwickelndes Produkt oder Nachfolgeprodukt deutlich zu senken.

Nach Vorliegen der Requirements beginnt die DTC-Arbeit und diese beschreibt in einem Pflichtenheft ein "durchdachtes", technisches und wirtschaftlich bewertetes Produktkonzept mit den Auswirkungen auf das gesamte Unternehmen.

In dieser ganz frühen Produktentwicklungsphase arbeiten wir mit einem interdisziplinär besetzten Team bestehend aus z.B. 2-3 Entwickler, 1 Fertigungsfachmann, 1 Einkäufer, 1 Kostenmanager, … und dem Projektleiter/Teammoderator. Dieses Team sollte aus min. 5 und max. 7 Mitarbeitern bestehen.

Das DTC-Team arbeitet 2-3 Tage/Woche, 8 Stunden/Tag fulltime, wodurch eine sehr, sehr hohe Effizienz erreicht wird.

Zusätzliche Fachberater, z.B. aus der Fertigung, Vertrieb oder Lieferanten werden stundenweise hinzugezogen.

Die Dauer der Teamarbeit liegt zwischen 4 bis 16 Arbeitstagen, je nach Umfang der Projektarbeit.

Während der DTC-Teamarbeit werden je nach Produkt und Branche verschiedene Methoden (je nach Produkt und Zielen) angewendet, um die Kreativität zu steigern.
Dazu gehören z.B.

- Target Costing zur Zielkostenfestlegung

- Reverse-Engineering, die technische und wirtschaftliche
Produkt-Konkurrenzanalyse-, um z.B. Design- und Kostenunterschiede

zu asiatischen Konkurrenten aufzuzeigen.

- Funktionskostenanalysen
- Prozesskostenanalysen
- Kostentreiber-Analysen
- Komplexitätsanalysen
- Modularisierungsanalysen
- Kreativitäts- und Visualisierungstechniken
- Lösungsideen generieren
- ganzheitliche (technisch und wirtschaftlich) Lösungskonzepte entwickeln
- Kostenermittlung, teilweise mit Schätzmethoden und
Wirtschaftlichkeitsrechnungen
- Entscheidungsvorlage für die Geschäftsführung
- Dokumentation (Pflichtenheft)
- u.v.m.

Nach Vorliegen des Pflichtenheftes und Entscheidung der Geschäftsführung ist die DTC-Teamarbeit beendet.

Danach startet dann die weitere Entwicklungsarbeit mit Erstellung der Zeichnungen, Stücklisten, Labormuster, Prototypen, …

Auch die Fertigung, Einkauf Vertrieb, … beginnen mit der Vorbereitung für die Realisierung des neuen Produktes.

Informationen zu unserem Design to Cost-Methoden-Seminar

Hermann Schlichting

Für uns ist Design to Cost das Standard-Vorgehen, um hohe Kostensenkungen zu erreichen.

Im Gegensatz zur allgemein bekannten Wertanalyse, mit dem Schwerpunkt "Funktionskostenanalyse" gehen wir beim Design to Cost-Vorgehen, weit darüber hinaus, indem wir, abhängig von den Zielen für ein neu zu entwickelndes Produkt, eine hohe Anzahl von Kostensenkungsmethoden kombinieren.

Die Kostensenkungen durch Design to Cost liegen in der Regel zwischen 30 bis 50%. In Ausnahmefällen auch 60% - z.B. bei Digitalelektronik.
Bei Produkten (Komponenten) der Automobil-Zulieferer, aufgrund des vorhandenen Kostendrucks und der Restriktionen bei ca. 15 bis 30%.


Nachfolgend eine Einordnung zur Wertanalyse, Design to Cost und Cost-Engineering